In vielen Unternehmen ist der Fuhrpark über Jahre gewachsen. Fahrzeuge werden angeschafft, Leasingverträge abgeschlossen, Fahrer wechseln – und irgendwann läuft alles „einfach weiter“. Genau hier entsteht eines der häufigsten Probleme im Fuhrparkmanagement: Die reale Kilometerleistung passt nicht mehr zur vereinbarten Laufleistung im Leasingvertrag.
Das klingt banal, ist aber in der Praxis ein echter Kostentreiber. Denn Leasingverträge sind fast immer auf eine feste Laufzeit und eine feste Kilometerleistung ausgelegt. Sobald die Realität davon abweicht, entstehen Kosten – entweder schleichend oder am Ende der Laufzeit als große Überraschung.
Ein Leasingvertrag basiert auf Annahmen:
Diese Annahmen sind bei Vertragsabschluss oft sinnvoll. Das Problem: Im Alltag ergeben sich oft Änderungen.
Beispiele aus typischen Fuhrparks:
Wenn die Kilometerleistung deutlich über dem Vertrag liegt, drohen:
In der Praxis wird dieses Risiko häufig unterschätzt, weil es erst am Ende sichtbar wird.
Klingt zunächst gut – ist es aber selten. Denn: Wer weniger fährt als kalkuliert, bezahlt häufig trotzdem eine Rate, die auf einer höheren Laufleistung basiert.
Das bedeutet:
In vielen mittelständischen Unternehmen ist Fuhrparkmanagement kein eigener Bereich. Es wird „mitgemacht“ – oft von Assistenz, Verwaltung, Einkauf, HR oder der Geschäftsführung.
Das führt dazu, dass Fuhrparkverwaltung zwar funktioniert, aber Fuhrparksteuerung nicht stattfindet.
Der Kernfehler ist fast immer derselbe: Kilometerstände werden nicht regelmäßig mit den Vertragsdaten abgeglichen.
Viele Fuhrparks merken erst am Ende:
Und dann ist es zu spät, um sinnvoll gegenzusteuern.
Professionelles Fuhrparkmanagement bedeutet nicht, jeden Tag „am Fuhrpark zu arbeiten“. Es bedeutet, die richtigen Hebel in einem klaren Rhythmus zu prüfen.
Ein funktionierender Prozess umfasst:
Eine moderne Fuhrparksoftware macht diesen Abgleich nicht nur einfacher – sie macht ihn überhaupt erst zuverlässig.
Typische Funktionen:
Wenn Kilometer und Leasingvertrag nicht zusammenpassen, wird es fast immer teuer. Entweder in Form von Nachzahlungen oder in Form dauerhaft zu hoher Raten.
Unternehmen, die ihre Flotte wirklich steuern wollen, brauchen Transparenz, einen festen Prozess und idealerweise eine Fuhrparksoftware, die die Daten sauber zusammenführt.
Denn im Fuhrpark gilt: Wer zu spät merkt, zahlt doppelt.